Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 14.01.2019 - 18.01.2019

Weizen

Die Abwärtstendenz des Matif-Weizens setzte sich auch in den letzten Tagen fort. Mittlerweile landete der Schlusskurs wieder bei 203 EUR/t und erreichte damit ein 6-Wochen-Tief. Aus Sicht der Chartanalyse wird die nächste Unterstützungslinie nun bei 201,50 EUR/t erwartet, die ein weiteres Abrutschen zunächst aufhalten könnte. Auch an der US-Börse ging es bis auf 511 ct/bu bergab. Aufgrund des Regierungs-Shutdowns ist der USDA-Bericht auf unbestimmte Zeit verschoben worden, und nun fehlt das Datenmaterial, welches für neue Impulse sorgen könnte. Derweil bleibt das Hauptthema die schwächelnde Exportnachfrage nach EU- und US-Ware unter den Marktteilnehmern. Es scheint, dass immer noch ausreichend russische Ware vorhanden ist, um den Bedarf vieler Importeure zu decken. Dennoch bleibt es nur eine Frage der Zeit, bis auch dort die Preise sowie Transportkosten ansteigen werden.

 

Soja/Raps

Langsam aber stetig konnte sich der Rapskontrakt weiter nach oben hangeln. Seit Ende Dezember verbuchte er mittlerweile ein Plus von 8,25 EUR/t und notierte zuletzt bei 369,25 EUR/t. Damit folgte er den Sojabohnen, die ebenfalls bis zum 4. Januar weiter anstiegen. Doch ab dann tendierten die US-Kurse abwärts und fielen zum Wochenstart sogar wieder unter die 9-Dollar-Marke. Die Euphorie über eine mögliche baldige Beendigung des Handelsstreits zwischen den USA und China ist verblasst und um eine gewisse Klarheit über die Exportnachfrage zu bekommen, fehlen momentan wegen des Regierungs-Shutdowns der USA die aktuellen Zahlen. Zudem wächst aufgrund der schwächelnden Konjunktur Chinas sowie der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest die Sorge, dass der Importbedarf noch weiter einbrechen könnte. Verlustbegrenzend wirkt derzeit lediglich das Wetter in Brasilien, denn Trockenheit könnte zu Ertragseinschränkungen führen und die Produktionsmengen deutlich vermindern.

 

Mais

Matif-Mais hielt sich in den letzten Tagen relativ stabil und landete zum Ende des vergangenen Handelstages bei 180 EUR/t. An der CBoT ging es bis zum Dienstag bergab, doch das aufflackernde Importinteresse einiger Länder drehte den Schlusskurs wieder in den grünen Bereich. Südkorea kaufte 385.000 t für die Lieferung März/April und ein Großteil davon soll aus den USA kommen. Auch der Iran hat eine Tenderausschreibung über 300.000 t veröffentlicht. Darüber hinaus stützen Wettermeldungen aus Südamerika die Kurse. Aufgrund der Trockenheit in Teilen Brasiliens erwarten die Marktteilnehmer Ertragseinschränkungen. Demnach korrigierten die Analysten von Celeres die erwartete erste Ernte bereits von 29 Mio. t auf 28 Mio. t nach unten. Doch auch die zweite Ernte, die direkt nach der Bohnenernte ausgesät wird, könnte aufgrund der Trockenheit unter den schwierigen Startbedingungen leiden. Die Gesamtmenge wurde im Dezember-Bericht des USDA noch auf 94,5 Mio. t geschätzt.

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