Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 05.11.2018 - 09.11.2018

Weizen

Weizen zeigte sich im Wochenverlauf an beiden Börsen unaufgeregt und zeigte keine großen Schwankungen. Nachdem das US-Agrarministerium eine Langzeitprognose abgab, aus der hervorging, dass die Anbaufläche im kommenden Jahr nochmal höher ausfallen könnte, hätte der Markt durchaus unter Druck geraten können. Schlechtere Zahlen im Crop Progress Report relativierten die Belastung allerdings. Neben einem rückläufigen Aussaattempo im Vergleich zum Vorjahr und zum Durchschnitt fielen auch die Bestandsbewertungen in den Kategorien gut bis exzellent 2% schlechter aus.

Seit Wochenmitte lag der Fokus der Marktteilnehmer dann auf dem bevorstehenden WASDE-Bericht (Donnerstag 18.00 Uhr). Die Vorzeichen stehen gut, denn eine Abwärtskorrektur der Weltendbestände würde möglicherweise für Impulse sorgen. Außerdem könnte die Produktion Australiens kleiner ausfallen als im Oktober-Bericht und auch über mögliche Exporteinschränkungen Russlands wurde abermals diskutiert. Die Bestätigung bleibt bis zur Bekanntgabe heute Abend um 18.00 Uhr abzuwarten.

USDA

  • US-Endbestände 26,03 Mio. t     (Sep: 25,45 Mio. t)
  • Welt-Endbestände 260,18 Mio. t   (Sep: 261,29 Mio. t)

Crop Progress

  • Winter Wheat: 84% planted               (Vorjahr: 90%, Durchschnitt: 90%)
  • Winter Wheat 51% gut/exzellent       (Vorjahr: 55%)

US-Exportzahlen

  • 661.200 t

 

Soja/Raps

Nachdem der Raps an der MATiF am Freitag deutlich nachgab und auch verhalten in die neue Woche startete, konnte er sich am Mittwoch etwas erholen. Soja korrigierte hingegen leicht, nachdem in der letzten Woche ein ordentlicher Anstieg erzielt wurde. US-Präsident Donald Trump twitterte am vergangenen Donnerstag (01.11.18), dass er ein Gespräch mit XI Jinping, dem Präsidenten Chinas, geführt hätte, in dem es vor allem um die Handelsbeziehungen der beiden Länder ging. Die Marktteilnehmer fassten diese Nachricht sehr positiv auf und hofften auf eine mögliche Beruhigung der angespannten Beziehung. Da es aber keine konkreten Absprachen gab und man sich voraussichtlich erst beim G20-Gipfel Ende November wieder unterhalten wird, gingen die Impulse an der CBoT aus und die Kurse korrigierten leicht.

Während das Erntetempo in den USA das durchschnittliche Niveau knapp verpasste, kommen die Aussaaten in Brasilien gut voran und liegen 18% über dem Schnitt. Nun liegt der Fokus allerdings auf dem heutigen WASDE-Bericht, für den Endbestandserhöhungen erwartet werden.

USDA

  • US-Endbestände 24,09 Mio. t     (Sep: 23 Mio. t)
  • Welt-Endbestände 110,04 Mio. t    (Sep: 108,26 Mio. t)

Crop Progress

  • Soybeans: 83% harvested               (Vorjahr: 89%, Durchschnitt: 89%)

US-Exportzahlen

  • 388.400 t

 

Mais

Mais stagnierte an den Börsen in Paris und Chicago in den letzten Tagen. Während der Erntefortschritt aus dem Crop Progress Report auf Durchschnittsniveau bei 76% angegeben wurde, hätten andere Meldungen durchaus für Impulse sorgen können. Zum einen wird von möglichen Erntebehinderungen durch schlechtere Wetterverhältnisse in den USA berichtet, die sich auf den kommenden Report auswirken könnten, zum anderen stellte Informa Economics geringere Durchschnittserträge in den USA in Aussicht. Demnach könnten diese um immerhin 1 bpa angepasst werden. Dies lässt sich möglicherweise im heutigen WASDE-Bericht erkennen. Außerdem fielen die wöchentlichen US-Exporte mit 701.500 t wieder umfangreicher aus. Sie lagen deutliche 78% über der Vorwoche und auch 32% über dem vierwöchigen Mittel. Hauptabnehmer waren Japan, Mexiko und Südkorea.

USDA

  • US-Endbestände 46,06 Mio. t     (Sep: 45,06 Mio. t)
  • Welt-Endbestände 159,35 Mio. t   (Sep: 157,03 Mio. t)

Crop Progress

  • Corn 76% harvested           (Vorjahr: 68%, Durchschnitt: 77%)

US-Exportzahlen

  • 701.500 t

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