Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 14.05-18.05.2012

Marktüberblick

In Folge des WASDE-Reports in der letzten Woche war vor allem die Sojabohne an der Chicagoer Börse CBoT von Abschlägen betroffen. Zwischenzeitlich konnte ein Gros des verlorenen Terrains zurückerobert werden.
Der derzeitige Fokus der Marktteilnehmer richtet sich auf die aktuellen Bestände und die Witterungsbedingungen. Nachrichtendienste in den USA berichten von verbreiteter Trockenheit in Westeuropa – da scheint man sich im Jahr geirrt zu haben!

Rapssaat

Der Raps an der Matif befindet sich bereits seit Anfang des Monats unter Druck. Hier scheint eine engere Kopplung an das Rohöl zu bestehen, weniger die Vorgaben der CBoT zeigen maßgeblichen Einfluss.
Der Fronttermin August musste nach der Verschnaufpause in der letzten Woche diesmal wieder ordentlich Federn lassen. Er verliert im Wochenvergleich fast 22 € auf 458,25 €/to. 
Die erste Bilanz zur Kampagne 2012/13 des USDA schätzt die EU-Rapsproduktion auf nur noch 18,0 Mio to gegenüber 19,1 Mio to in der laufenden Saison.
Damit liegt diese Schätzung auf dem gleichen Niveau wie die A.C. Toepfer-Prognose von Ende April, jedoch über der von Stratégie Grains in Höhe von 17,6 Mio to.
Frankreich exportierte in den bisherigen neun Monaten der Kampagne 1,17 Mio to Rapssaat in andere EU-Länder (Vorjahr: 835.000 to). Davon gingen allein 925.000 to nach Deutschland.

Mahlweizen

Nachdem der Weizen zu Anfang des Monats einige Rücksetzer verkraften musste und die psychologische Grenze von 200,-€ beim November-Kontrakt unterschreiten musste, konnte er in den vergangenen beiden Handelstagen bei überdurchschnittlichen Umsätzen diese Verluste wieder ausgleichen und notiert derzeit über dem alten Seitwärtstrend vom April. Im Vergleich zum letzten Bericht gewinnt er 7,50 € auf 207,00 €/to. 
Das USDA schätzt die Weizenerzeugung in der EU-27 in der Saison 2012/13 auf 132 Mio to gegenüber 137,38 Mio to in der vorherigen Kampagne.
Die französischen Weizenexporte summieren sich in den bisherigen neun Monaten der laufenden Saison auf insgesamt 12,6 Mio to (Vorjahr: 15,2 Mio to). Von dieser Gesamtmenge entfielen 5,5 Mio to auf Ausfuhren in andere EU-Länder und 7,13 Mio to (Vorjahr: 10,2 Mio to) auf Exporte in Drittländer.
Die größten Abnehmer unter den Partnerstaaten waren Belgien mit 1,4 Mio to und die Niederlande mit 1,17 Mio to. Unverändert waren die Hauptimporteure unter den Drittländern Algerien und Marokko.

Mais

Das Maissegment an der Matif zeigt unverändert wenig bis gar keine Bewegung bei nur minimalen Handelsvolumina.
Der Fronttermin Juni notiert mit 211,00 €/to fast punktgenau auf dem Niveau unseres letzten Berichts. Der November-Termin konnte im Gegensatz leicht zulegen. Er gewinnt fast 5 € auf 189,50 €/to. 
Vom USDA wurde die EU-Maiserzeugung in der neuen Saison 2012/13 in seinem letztwöchigen Bericht auf 63,1 Mio to taxiert und damit gut 1,5 Mio to niedriger als im letzten Jahr.
Die weltweite Maisproduktion vergrößert sich gegenüber der aktuellen Saison um sensationelle 75 Mio to auf 945,8 Mio to. Dieser Zuwachs kann überwiegend auf eine enorm größere Mais-Ernte in den USA zurückgeführt werden. Hier wurde mit 375,7 Mio to US-Maisproduktion 2012 ein Plus von nahezu 62,0 Mio to vorausgesagt.

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