Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 11.03.2019 - 15.03.2019

Weizen

Am Dienstag ging es rasant bergauf mit den Weizenkursen. An der CBoT legte der US-Weizen über 24 ct/bu zu und landete bei 453 ct/bu. Ausschlaggebend für diesen Aufschwung waren Shortglattstellungen der großen US-Fonds. Fundamental gab es dagegen kaum Neuigkeiten, sodass die Euphorie an der Börse auch schnell verblasste. Für den EU-Weizen ging es dagegen weiter bergauf. Die Hoffnung auf steigende Exportnachfrage sorgte dabei für stützende Impulse. Algerien ist auf der Suche nach 450.000 t und Tunesien ist für eine Menge von 92.000 t am Markt. Hier hat die europäische Ware gute Chancen, zum Zuge zu kommen. Neuen Prognosen von FranceAgriMer zufolge wurden die französischen Exporte um 650.000 t auf 9,5 Mio. t nach oben korrigiert. Gleichzeitig ergeben sich daraus sinkende Endbestände ergeben, die auf 2,4 Mio. t zurückfallen könnten.

 

Soja/Raps

Seit ca. 10 Tagen ging es nun aufwärts mit den Rapskontrakten. So erreichte der Frontmonat wieder die 360-Euro-Marke, gab zuletzt aber wieder aufgrund von Gewinnmitnahmen sowie aufgrund des gestiegenen Euros wieder leicht nach. Für die Sojabohnen ging es am „Turnaround Tuesday“ ebenfalls nach oben. Shortglattstellungen und das positive Umfeld sorgten für Unterstützung. Fundamental boten die letzten Meldungen von dem Handelsbeauftragten der USA Robert Lighthizer. Dieser zeigte sich zuversichtlich, dass in den kommenden Wochen eine Beilegung des Handelsstreits mit China möglich sei, wenn einige wenige wichtige Unstimmigkeiten gelöst werden können. Dennoch wurde die Zusage Chinas über den Kauf von 10 Mio. t US-Bohnen immer noch nicht realisiert. Das könnte die Stimmung in den nächsten Tagen wieder eintrüben.

 

Mais

Mit dem Einsetzen der Rally am Weizenmarkt, ging es auch für den Mais wieder in die Gewinnzone. Und die positive Stimmung hielt, anders als beim Weizen, auch zur Wochenmitte weiter an. Befeuert wurde die Aufwärtstendenz durch unbestätigte Meldungen, dass China die Zusage über den Kauf von 3 Mio. t US-Mais abgegeben haben soll. Die Hoffnung über ein mögliches Ende der Handelskrise sorgte für positive Impulse an den Börsen. Nun müssen diese Berichte aber auch bestätigt und kurzfristig in die Realität umgesetzt werden. Falls eine Umsetzung auf sich warten lässt, könnte sich ein erneuter Stimmungswechsel ergeben, der Verluste mit sich bringen wird. Darüber hinaus fielen die wöchentlichen US-Exportzahlen mit 370.000 t deutlich geringer aus als im Vorfeld vermutet worden war. Auch das könnte dem Aufwärtstrend wieder ein Ende bereiten.

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