Ebergeruch ausgeschaltet

10.09.2021

Wissenschaftlern am Institut für Nutztiergenetik ist es gelungen, Schweine genetisch so zu verändern, dass sie trotz männlichem Chromosomensatz weibliche Geschlechtsmerkmale zeigten.
Die Tiere bildeten somit keinen Ebergeruch mehr aus. Die chirurgische Kastration männlicher Ferkel wäre dadurch überflüssig.

Mittels CRISPR/Cas- Verfahren wurde eine Region des Y-Chromosoms ausgeschaltet, die für die Geschlechtsbestimmung wichtig ist.

Hierbei soll es sich aber um Grundlagenforschung handeln, die nicht kurzfristig in die Schweineproduktion übernommen werden kann. Denn Genom-editierte Tiere gelten als gentechnisch veränderte Organismen und fallen unter das EU- Gentechnikrecht.
Außerhalb der Forschung darf das Verfahren derzeit in der EU keine Anwendung finden.

Quelle: „Ebergeruch ausgeschaltet“ aus top agrar 2/2021

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