Schwitzen ist keine Option

28.07.2021

Als ideale Raumtemperatur für Legehennen mit guter Befiederung gilt gemeinhin ein Bereich zwischen 18 und 24°C.
Die Kombination aus Temperatur und relativer Luftfeuchte im Legehennenstall kann in warmen Monaten dafür sorgen, dass bei den Tieren Hitzestress entsteht.

Jung- und Legehennen haben im Vergleich zu vielen Haussäugetieren nur begrenzte Möglichkeiten, Wärme abzugeben, da sie ein Federkleid und keine Schweißdrüsen besitzen. Die Abgabe von überschüssiger Körperwärme durch Ableitung an kalte Flächen und Abstrahlung an die kühlere Umgebung spielen daher bei Geflügel im Gegensatz zum Schwein eine untergeordnete Rolle bei der Thermoregulation.

Deshalb sollte jeder Betrieb in den Sommermonaten ein besonderes Augenmerk auf eine funktionierende Lüftung sowie intakte Versorgungseinrichtungen der Hennen haben.

Die täglichen Stallrundgänge, bei denen der Zustand der Herde sowie die einwandfreie Funktion der Stalltechnik überprüft werden, sind in dieser Zeit im Hinblick auf die Vermeidung von Hitzestress unerlässlich.

Bei einem Anstieg der Stalltemperaturen steigt auch der Wasserverbrauch der Tiere erheblich, daher ist die Tränketechnik täglich hinsichtlich des Wasserdrucks zu kontrollieren und möglichst regelmäßig mit kühlem, frischem Wasser zu fluten.

Quelle: „Schwitzen ist keine Option“ aus DGS Magazin 26-27/2020

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