Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 03.10.2022 - 07.10.2022

Weizen

Nach einem zwischenzeitlichen Hoch bewegen sich die Weizennotierungen nun eher seitwärts. Zwischen dem letzten Donnerstag (352,25 €/t) und dem gestrigen Schluss (352,75 €/t) lagen gerademal 0,50 Euro Gewinn. Dabei lag die Handelsspanne zwischen 360,25 €/t und 346,50 €/t. Gleiches gilt auch für den Dez.-Kontrakt an der CBoT in Chicago. Der Future konnte zwischen Donnerstag (896,25 US-Cent/bu) und dem gestrigen Schluss (902,00 US-Cent/bu) gerade 5,75 US-Cent hinzugewinnen. Die preisliche Spanne bewegte sich dabei zwischen 945,75 US-Cent/bu und 892,75 US-Cent/bu.

Zu Beginn des Betrachtungszeitraumes überraschte das USDA den Handel mit einer kleineren US-Weizenproduktion als vom Handel und den Analysten erwartet. Das USDA reduzierte die laufende US-Ernte, in seinem Small-Grains-Bericht, überraschend um 3,6 Mio. t auf jetzt 44,9 Mio. t. Damit wurde ein kurzes Kursfeuerwerk an der CBoT gezündet, von dem auch die Kurse an der Matif profitierten. Allerdings konzentrierte sich der Handel zu Beginn der laufenden Woche wieder auf die Themen: Krieg in der Ukraine und Währungsschwankungen zwischen Euro und US-Dollar. Die Konkurrenz zu europäischem Weizen aus der Schwarzmeerregion drängt mit günstiger Ware in die Weltmärkte und verdrängt damit EU-Weizen. Entsprechend ist die Nachfrage nach EU-Weizen gering und drückt auf die Kurse an der Matif in Paris.

 

Soja/Raps

Der Anstieg von Raps an der Matif scheint vorerst gestoppt zu sein. In den letzten Tagen setzte eine Korrektur der Kurse ein. Dennoch reichte es noch für einen soliden gewinn über die Woche. Der Nov.-Kontrakt gewann zwischen Donnerstag (611,75 €/t) und dem gestrigen Mittwoch (632,75 €/t) noch 21,00 Euro hinzu. Die Handelsspanne bewegte sich 648,50 €/t und 605,50 €/t. Einen Abstieg erlebte Soja an der CBoT. Der Nov.-Kontrakt verlor zwischen Donnerstag (1.410,75 US-Cent/bu) und Mittwoch (1.369,75 US-Cent/bu) gleich 41,00 US-Cent. Die Handelsspanne lag dabei zwischen 1.425,75 US-Cent/bu und 1.361,25 US-Cent/bu.   

Das USDA trug zu dem Abstieg der US-Sojabohnen bei. In seinem Small-Grains-Report und Quartalsbericht brachte das USDA bearische Zahlen an den Markt. Die Quartalsbestände lagen mit 7,45 Mio. t doch deutlich über den Erwartungen des US-Handels. In Paris konnten sich die Kurse, entgegen der fundamentalen Daten, weiter ansteigen. Nach Meinung der Investoren ist Raps im Verhältnis zu Soja und Canola zu günstig. Zudem gab es Unterstützung durch einen festeren Rohölkurs. Allerdings verhinderten in den letzten beiden Tagen Gewinnmitnahmen einen weiteren Anstieg der Rapskurse in Paris. Für die kommenden Tage muss mit weiteren Kurskorrekturen gerechnet werden.

 

Mais

Der Nov.-Kontrakt an der Matif konnte im Laufe der Woche noch einen leichten Gewinn einfahren. Zwischen Donnerstag (337,50 €/t) und dem gestrigen Mittwoch (338,75 €/t) lagen 1,25 Euro an Gewinn. Die Handelsspanne bewegte sich zwischen 344,50 €/t und 337,00 €/t. An der CBoT ging für den Dez.-Kontrakt doch deutlicher nach oben. Von Donnerstag (669,50 US-Cent/bu) und Mittwoch 684,00 US-Cent/bu) konnte der Future 14,50 US-Cent zulegen. Preislich bewegte sich die Handelsspanne zwischen 696,25 US-Cent/bu und 666,00 US-Cent/bu.

Das Fehlen von frischen Neuigkeiten macht sich an der Matif bemerkbar. Die Kurse schaffen es nicht aus eigener Kraft nach oben zu steigen. Vielmehr orientiert man sich an den Vorgaben aus dem Weizen. Für etwas Aufwind sorgte der bereits erwähnte Small-Grains-Report sowie die US-Quartalsbestände. Für Überraschung sorgten die Quartalsbestände. Diese hatte das USDA auf 35,05 Mio. t reduziert, was deutlich unter den Erwartungen des Handels lag. Der französische Agrarverband AGPM erwartet die schwächste Maisernte seit 30 Jahren. Auf Grund der Dürre im Frühjahr und Sommer schätzt der Verband die Produktion auf 10. Mio. t. Im Vergleich liegt der Fünf-Jahres-Schnitt bei 14,0 Mio. t. Die Erträge sollen entsprechend bei 7,9 t/ha liegen. Der Fünfjahresschnitt liegt bei 9,7 t/ha.

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