Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 10.12.2018 - 14.12.2018

Weizen

Die Hoffnung auf zunehmende Exportnachfrage trieb die Weizenkurse zuletzt nach oben. An der Matif erreichte der Frontmonat seinen höchsten Stand seit August und an der CBoT kletterte der Märzkontrakt auf 526,50 ct/bu. Beflügelt wird der Markt von der Hoffnung, dass sich die Nachfrage nach US- und EU-Ware weiter steigern könnte, sobald die Vorräte Russlands langsam versiegen. Als erste Anzeichen werden Preiserhöhungen der russischen Ware mit bestimmten Qualitäten gewertet. Ägypten kaufte zuletzt 180.000 t, von denen 120.000 t aus Russland und 60.000 t aus Rumänien geliefert werden sollen. Mit Spannung werden die aktuellen US-Exportzahlen erwartet, die im Vorfeld von den Analysten in einer Spanne zwischen 500.000 t und 800.000 t geschätzt wurden. Die Zahlen des USDA-Berichtes gaben dagegen einen kleinen Dämpfer. Sowohl für die USA als auch weltweit wurden die Endbestände nach oben korrigiert. Die sinkende australische Ernte konnte mit einer steigenden Produktion Kanadas nahezu ausgeglichen werden, sodass mit einer Weltproduktion von 733,41 Mio. t gerechnet werden kann.

USDA

  • US-Endbestände 26,52 Mio. t     (Nov: 25,84 Mio. t)
  • Welt-Endbestände 268,10 Mio. t   (Nov: 266,71 Mio. t)

US-Exportzahlen

  • 754.100 t

 

Soja/Raps

Die G-20-Gespräche zeigten nun doch ihre Wirkung. China kaufte eine Menge von 500.000 t US-Bohnen und wie der US-Präsident mitteilte, sollen weitere Geschäfte folgen. Das führte die Bohnen-Kurse auf den Weg nach oben, denn damit steigt die Hoffnung, dass sich die beiden Großmächte weiter annähern könnten und der Exportmotor anspringt. Dagegen verlief die Veröffentlichung des USDA-Berichtes eher unspektakulär. Die Produktionszahlen der USA blieben nahezu unverändert. Global wird dagegen eine noch höhere Erntemenge erwartet. Diese setzten die Experten aus den USA auf 369,20 Mio. t, immerhin ein Plus von knapp 30 Mio. t zum Vorjahr. Insbesondere Brasilien kann in dieser Saison mit einer höheren Produktion rechnen. Aufgrund der guten Witterungsbedingungen könnte sich die Ernte auf 122 Mio. t belaufen und die Vorjahresmenge noch einmal um 2 Mio. t überschreiten. Die bisherigen Auswirkungen der Handelskrise zeigten sich in einer deutlichen Anhebung der brasilianischen Exporte. Diese wurden um 4 Mio. t auf 81 Mio. t erhöht. Die ersten Erntearbeiten sollen bereits im Dezember starten und Exporte ab Januar möglich sein.

USDA

  • US-Endbestände 26,00 Mio. t     (Nov: 26,00 Mio. t)
  • Welt-Endbestände 115,33 Mio. t    (Nov: 112,08 Mio. t)

US-Exportzahlen

  • 792.300 t

 

Mais

Animiert von dem positiven Umfeld ging es für die Maiskontrakte bergauf. An der Matif erreichte der Frontmonat mit 176,50 EUR/t den höchsten Stand seit Ende September. US-Mais hangelte sich auf 385,25 ct/bu. Im USDA-Bericht fielen sowohl die US- als auch die globalen Endbestände höher aus als erwartet. Insbesondere für die Ukraine wird mit neuen Rekorderträgen gerechnet, die eine Erntemenge in Höhe von 35 Mio. t hervorbringen könnten. Daraus ergibt sich eine mögliche Exportmenge von 28 Mio. t. Auch in Rumänien wurden die Produktionszahlen nach oben korrigiert, sodass die Erntemenge in der EU auf über 60 Mio. t kletterte. Für die USA blieb die Erntemenge mit 371,52 Mio. t unverändert zum Vormonat. Dennoch könnte aufgrund eines geringeren Verbrauchs im Ethanol-Bereich mit einer Anhebung der US-Endbestände auf 45,25 Mio. t gerechnet werden. Nun bleibt es abzuwarten, ob die gute Stimmung am Sojamarkt und die Kauflaune Chinas ausreichen, um weitere Kursgewinne zu generieren.

USDA

  • US-Endbestände 44,10 Mio. t     (Okt: 46,06 Mio. t)
  • Welt-Endbestände 307,51 Mio. t   (Okt: 159,35 Mio. t)

US-Exportzahlen

  • 903.000 t

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