Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 11.01.2021 - 15.01.2021

Weizen

Die letzten Tage waren beim Weizen von weiteren Kursgewinnen geprägt. Ein bullisches Umfeld im Zuge des WASDE-Reports haben die Kurse befeuert. Zusätzlich spielen die Meldungen über russische Exportzölle und Mengenbegrenzung den Notierungen in die Karten. Russland erwägt, um die Inlandspreise zu stützen, eine Abgabe auf Weizenexporte in vermuteter Höhe von 45 Euro/t. ab dem 15. März zu beschließen. Das würde dann Auswirkungen auf russische Exporte Richtung Türkei, Ägypten und Bangladesch haben. In die sich auftuende Lücke könnten dann europäische Länder springen. Neueste Zahlen sehen einen EU-Export bei 26.6 Mio. t. In diesem recht bullischen Bild gehen die Preise an der MATIF weiter nach oben. Aktuell notiert der Frontmonat März bei 227,50 Euro Tendenz fester. Die neue Ernte notiert bei 198,75 ebenfalls in der Tendenz fester. Für die neue Ernte wird zurzeit eine Menge von 129,7 Mio. t. geschätzt. Das ist deutlich mehr als die Menge von 20/21 mit 119,3 Mio./t.

 

Soja/Raps

Soja geht voran. Knappe Bestände weltweit, geringere Produktion als erwartet, enge Endbestände und gute Nachfrage nach Ölsaaten prägen das Bild bei den Saaten. In seinem am Dienstag veröffentlichten WASDE-Report gibt das USDA den Bullen weiter Nahrung um die Kurse nach oben zu treiben. In Südamerika wurden die Prognosen für die anstehende Ernte bereits gesenkt. Brasilien senkt seine Schätzung auf 133,69 Mio.t. für die kommende Ernte. Im Gegenzug zu dieser Meldung steht China mit einer Importmenge an Ölsaaten von 100,33 Mio.t. in 2020 das sind 13% mehr als in 2019. Die Aussaatfläche in der EU für Raps hat sich etwas vergrößert, allerdings bleibt aber die Versorgungslage bei Raps knapp. Kassamarktpreise zeigen sich freundlicher. Januar-Ware wird, an entsprechende Stationen zwischen 435-440,- EUR/t. geliefert, besprochen.

 

Mais

Der Gewinner der Woche. Überaschende zahlen aus dem WASDE-Report haben den Mais in Chicago auf nicht vermutete Höhen katapultiert. Nach Kürzung der Produktionszahlen für Mais in Südamerika und den USA gab es kein Halten mehr. Zeitweise war der Kontrakt auf einem Sieben-Jahres-Hoch. In ihrer Schätzung geht das USDA von 47,4 Mio.t. ( -1,5 Mio.t zum Dez.) für Argentinien und 109 Mio.t. ( -1 mio.t. zum Dez.) für Brasilien aus. Für die USA wird eine Menge von 39,4 Mio.t. (-4 Mio.t. zum Dez.) angenommen. Kassapreise zeigen dementsprechend auch einen deutlichen Sprung nach oben. Südoldenburg notiert für Franko im Januar geliefert 228,- Euro/t.

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