Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 21.09.2020 - 25.09.2020

Weizen

Der Aufschwung der vergangenen Tage hat zunächst ein Ende gefunden. An der Euronext ruderte der Frontmonat am Montag bereits auf 193,75 EUR/t zurück und folgte damit der schwächeren Tendenz an der US-Börse. Russland dominiert derzeit das Exportgeschäft und der steigende US-Dollar verkleinert die Chancen zum Zuge zu kommen. In Russland treibt das flotte Exportgeschäft die Preise jedoch in die Höhe, sodass einige Marktteilnehmer davon ausgehen, dass zum Ende des Jahres mit Exportbeschränkungen zu rechnen ist, damit steigende Inlandspreise vermieden werden können. Wie das russische Agrarministerium bekannt gab, belaufen sich die Exporte bisher auf 9,5 Mio. t und liegen damit leicht unter der Vorjahresmenge. Demgegenüber steht eine große Produktionserwartung, die 83 Mio. t überschreiten könnte. Das USDA ging zuletzt von 78 Mio. t aus. Die EU-Weichweizen-Exporte verfehlten die Vorjahresmenge zuletzt mit 4,14 Mio. t (EU+UK) um 38%. Trotz der kleineren Ernte lag der Anteil Frankreichs bei 1,172 Mio. t, gefolgt von Litauen mit 772.499 t und Rumänien mit 751.694 t. Als Hauptabnehmer traten Algerien und Saudi Arabien auf. Ein deutliches Plus zum Vorjahr verbuchten die Abnehmer China (+236%) und Nigeria (+136,5%).

 

Soja/Raps

Die schwächelnden Sojabohnen zogen die Rapskurse zuletzt mit ins Minus. Während noch vor einer Woche die 395-Euro-Marke erreicht werden konnte, ging es zuletzt deutlich abwärts auf 386,25 EUR/t. Sojabohnen prallen im Tiefpunkt bereits wieder auf die 10-Dollar-Marke und es bleibt abzuwarten, ob die Unterstützung auf diesem Niveau halten kann. Für schwächere Impulse sorgte zuletzt der Start der Erntearbeiten. Wie das USDA mitteilte, beläuft sich der Erntefortschritt aktuell auf 6% und liegt damit genau auf dem langjährigen Durchschnitt. Dazu kommt noch, dass die bisherigen Erträge besser ausfallen als Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Im September-Bericht ging das US-Agrarministerium von einer Produktionsmenge in Höhe von 117,38 Mio. t aus nach 96,68 Mio. t im Vorjahr. Derweil läuft das Exportgeschäft für US-Ware weiterhin gut. China kauft seit 14 Tagen in Folge und ein Ende zeichnet sich bisher nicht ab. Daher bleibt die Hoffnung, dass der Abschwung an der CBoT gebremst werden kann.

 

Mais

Mit den einsetzenden Erntearbeiten rutschten die Maiskurse an der US-Börse wieder deutlich ins Minus. Im Wochenverlauf gab der Frontmonat bereits um 10 ct/bu nach. Wie das USDA im Crop Progress Report mitteilte, beläuft sich der Erntefortschritt auf 8% und übersteigt damit das Vorjahrestempo um 2%. Der langjährige Durchschnitt wird jedoch leicht verfehlt. Mit den günstigen Wetteraussichten für die kommenden Wochen ist weiterhin ein zügiges Vorankommen denkbar. Gleichzeitig verbesserte sich die Bonitierung. Diese erhöhte sich im Vergleich zur Vorwoche um 1% auf 61%. Auch das übte Druck auf die Kurse aus. Weitere belastende Nachrichten kamen aus dem Ethanol-Sektor. Wie die EIA bekannt gab fiel die Produktion um 20.000 bpd auf 906.000 bpd bei einem gleichzeitigen Anstieg der Bestände auf 19,997 Mio. barrel. Wie bei den Sojabohnen bleibt jedoch die Hoffnung, dass sich die stetige Nachfrage Chinas bremsend auf den Kursrutsch auswirken wird.

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