Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 18.02.2019 - 22.02.2019

Weizen

Sowohl die europäischen Preise an der Matif als auch die amerikanischen Weizenkurse mussten in der letzten Woche Abverkäufe hinnehmen. In Paris wurde der seit 6 Monaten anhaltende Seitwärtstrend an der unteren Marke bei 200 €/t durchbrochen und schloss zur Mitte der Woche nur noch bei 192,75 €/t. An der CBoT notierten die Kurse rund 8% tiefer als zur Vorwochenmitte bei nur noch 481,75 ct/bu (157,14 €/t). Nicht nur technisch bedingte Verkäufe scheinen die Abwärtsbewegung zu verstärken, auch Neuigkeiten zur Vergabe des Ägypten-Tenders über 360.000 t wirkten sich aus, da die USA dabei keinen Zuschlag erhielt. Auch die Zusage, dass Frankreich diesen mit 180.000 t bedienen darf, konnte das Minus an der Matif nicht aufhalten. Die Ukraine, Russland und Rumänien erhielten jeweils einen Zuspruch über 60.000 t. Bärische Signale lieferten die ernüchternden US-Exportzahlen insgesamt. Die Vereinigten Staaten verbuchten diese Woche ein Minus von 36,5% gegenüber der Vorwoche und 16% zur Vorjahreswoche. In Europa sanken die Exporte in diesem Wirtschaftsjahr auf 10,7 Mio. t, also um knapp 20% zum Vorjahr.

 

Soja/Raps

Die Sojabohnen mussten vergangene Kursgewinne wieder abgeben, konnten sich jedoch über der Marke bei 900 ct/bu stabilisieren. An der Matif zeigt sich ein anderes Bild. Raps befindet sich im freien Fall und schloss zuletzt Punktgenau bei 360 €/t, dem tiefsten Stand seit 7 Monaten. Der Abbau an Long-Positionen aber auch die Schwäche der Palmölpreise und der Canola-Notierung in Kanada trugen wesentlich zu diesem Preisverfall bei. In Chicago sorgten unter anderem Anbauschätzungen der kommenden Saison für Unterstützung. Es wird mit 86,1 Mio. acres Anbaufläche für Sojabohnen gerechnet, einem Minus von 3 Mio. acres zur abgelaufenen Saison. In Brasilien werden derweil schlechte Ernteergebnisse erwartet. Letzte Prognosen lauteten 114,6 Mio. t, was einer Abwärtskorrektur über 2,4 Mio. t zur letzten Schätzung und 5 Mio. t zum Vorjahresergebnis entspricht. Agroconsult veröffentlichte unterdessen Schätzungen zum Exportergebnis Brasiliens, die sich auf 70,2 Mio. t belaufen, einem Minus zur letzten Prognose von 3 Mio. t.

 

Mais

Die schlechte Verfassung der Weizen- und Ölsaatenpreise drückte auch auf die Stimmung am Maismarkt. An der Matif rutschten die Maispreise bis auf 172,25 €/t ab, konnten sich jedoch im Wochenverlauf wieder stabilisieren. In Chicago mussten ebenfalls kleinere Verluste hingenommen werden. Der Frontmonat März19 schloss am Mittwoch bei 371 ct/bu (128,71 €/t). Für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung fehlen jedoch stützende Argumente. Die Exportinspektionen des USDA ergaben eine nur leicht schwächere Menge über 941.881 t zum Vorjahr. Bei einer Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA könnten diese jedoch wieder an Fahrt gewinnen. Die US-Anbaufläche in der kommenden Saison wird auf 91,5 Mio acres geschätzt und somit einem Plus von 2,4 Mio. acres zur Vorjahresfläche geschätzt.

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