Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 18.06.2018 - 22.06.2018

Mahlweizen

Für die Weizenkurse ging es zuletzt deutlich abwärts. An der US-Börse rutschte der Frontmonat auf bis zu 477,75 ct/bu nach unten. Matif-Weizen gab bis auf 171,75 EUR/t nach. Ausschlaggebend für die schwache Tendenz war u. a. der aufkommende Erntedruck in den USA. Laut US-Agrarministerium kommen die Erntearbeiten überdurchschnittlich gut voran und wenn auch die Bonitierung des Winterweizens zu wünschen übrig lässt, scheint sich beim Sommerweizen eine ganz andere Situation herauszukristallisieren. Hier wurde der Anteil gut/exzellent bereits auf 78% gesetzt, was den Vorjahreswert deutlich um 37% übersteigt. Dennoch hat sich die Wettersituation in anderen Anbauländern kaum verändert. In Teilen Europas und Russlands herrschen überdurchschnittliche Temperaturen und auch in Kanada  sowie in Australien fehlt es an Regen. Sobald sich daraus deutlich geringere Erntemengen ergeben, haben die Weizenkurse noch Chance auf eine Erholung.

Crop Progress

  • Winter Wheat: 39% gut/exzellent     (Vorwoche 38%, Vorjahr 49%)

  27% harvested         (Vorjahr 19%, Durchschnitt 19%)

  • Spring Wheat: 78% gut/exzellent     (Vorwoche 70%, Vorjahr 41%)

US-Exportzahlen

  • 302.300 t

COT-Report - SRW

  • Veränderung: Short: +1.089, Long +3.166
  • Position: Short: 83.238, Long: 108.373

 

Soja/Raps

Die Sojabohnen befanden sich auch in der vergangenen Woche noch im freien Fall. Am vergangenen Handelstag rutschte der Tiefpunkt auf bis zu 880,25 ct/bu ab. Wie bereits im letzten Bericht erwähnt, bestehen am Markt weiterhin Unsicherheiten bezüglich des Handelsstreits der USA mit China. Nachdem China mitteilte, Vergeltungszölle erheben zu wollen, drohte der US-Präsident um eine weitere Erhöhung. Dieses Aufschaukeln der Situation übte starken Druck auf die Kurse aus. Bisher scheint keine Lösung in Sicht zu sein. Darüber hinaus gibt es auf der Produktionsseite kaum Klagen zu vermelden. Mit 73% gut/exzellent stehen die US-Bestände deutlich besser da als im Vorjahr. Der Rapskontrakt hielt sich im Vergleich zum Absturz der Sojabohnen noch relativ stabil. Zuletzt konnte er mit einem leichten Plus knapp unterhalb der 350-Euro-Marke schließen. Manche Marktbeobachter vermuten, dass die Nachfrage nach Canola aufgrund der Handelskrise steigen könnte, dann wäre eine Stabilisierung an der Matif möglich.

Crop Progress

  • Soybeans: 97% planted (Vorwoche 93%, Vorjahr 95%, Durchschnitt 91%)

       73% gut/exzellent (Vorwoche 74%, Vorjahr 67%)

US-Exportzahlen

  • 519.600 t

COT-Report

  • Veränderung: Short: +42.808, Long: -22.264
  • Position: Short: 87.500, Long: 87.605

 

Mais

Sowohl für den Matif-Mais als auch für den US-Mais an der CBoT ging es die letzten Tage abwärts. Zum einen ist es die gute Entwicklung der Maisbestände, die für negative Impulse sorgte. Das warme Wetter im Mittelwesten der USA mit ausreichenden Niederschlägen lässt die Pflanzen gut wachsen und auf eine ertragreiche Ernte hoffen. Bereits jetzt werden 78% der Bestände mit gut/exzellent eingestuft. Und auch in den kommenden Tagen soll sich das Wetter weitgehend Mais-freundlich verhalten. Diese guten Aussichten für die Pflanzen bewirken jedoch eher trübere Aussichten für die Börsenkurse. Insbesondere da auch hier die Handelskrise noch für Unsicherheiten sorgt. Bleibt abzuwarten, ob noch eine einvernehmliche Lösung zu finden ist. Dann könnte sich das Kursniveau zumindest stabilisieren.

Crop Progress

  • Corn 78% gut/exzellent        (Vorwoche 77%, Vorjahr 67%)

US-Exportzahlen

  • 936.400 t

COT-Report

  • Veränderung: Short: +75.994, Long: -14.940
  • Position: Short: 304.292, Long: 292.054

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