Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom 04.11.2019-08.11.2019

Weizen

Die Weizenkurse an der Matif rutschten in der vergangenen Woche ab und erreichten zum Wochenstart ihren Tiefpunkt bei 176,50 EUR/t. Die folgenden Tage ging es jedoch stetig bergauf, gestützt von aufflammender Exportnachfrage. Die ägyptische GASC hatte einen Tender über 175.000 t ausgeschrieben und die französische Ware erhielt einen Zuschlag über 120.000 t. Die restlichen 55.000 t wurden mit russischer Ware gefüllt. In den USA blieb das Tempo der US-Weizenaussaat unter den Erwartungen, dennoch konnte der Durchschnittswert von 88% bereits überschritten werden. Neue Impulse könnten sich am Ende der Woche ergeben, denn am Freitag wird der monatliche USDA-Bericht veröffentlicht. Im Vorfeld gehen die Analysten im Vergleich zum Vormonat von Abwärtskorrekturen der US- und Weltendbestände aus. Dennoch könnte die Vorjahresmenge auf globaler Ebene noch deutlich um knapp 10 Mio. t überschritten werden, was die gute Versorgungslage in dieser Saison unterstreicht. Mit Spannung werden zudem die Prognosen für Argentinien und Australien erwartet. Seit einigen Wochen wird aufgrund der trockenen Witterungsverhältnisse mit größeren Reduzierungen gerechnet.

 

Soja/Raps

Die Rapspreise konnten sich in den letzten Tagen wieder festigen. Allein in der vergangenen Woche kletterte der neue Frontmonat Februar um 8 EUR/t nach oben. Beeinflusst wurde die gute Stimmung von neuen Hochrechnungen der EU-Kommission. Demnach beläuft sich die EU-Rapsproduktion nun auf 16,8 Mio. t und rutscht damit um 700.000 t unter die August-Schätzung der Kommission. Der Import-Bedarf wurde entsprechend von 5,5 Mio. t auf 6 Mio. t erhöht. Neben der Ukraine könnte auch Kanada als Lieferant auftreten, um diese Lücke zu füllen. In Chicago trübt sich die Stimmung wieder etwas ein. Während noch vor einigen Tagen mit der Unterzeichnung des Phase-1-Deals Mitte November gerechnet wurde, ist nun sowohl der Ort als auch der Zeitpunkt doch noch offen. Letzten Meldungen zufolge könnte sich das Treffen der beiden Präsidenten sogar auf den Dezember verschieben. Die Sojabohnen quittierten diese Unsicherheit wieder mit Verlusten und rutschten auf 915 ct/bu zurück.  

 

Mais

Der neue Frontmonat an der Matif tendierte in den vergangenen Tagen seitwärts und schloss mit 164 EUR/t auf einem Niveau, das zuletzt im Oktober 2018 markiert worden war. Damit folgte er den schwachen Vorgaben der US-Börse. Hier landete der Dezember-Kontrakt bei 376,75 ct/bu. Für schwächere Impulse sorgt zum einen die schwache Nachfrage am Weltmarkt. Zum anderen belasten die etwas besseren Wetterbedingungen, die den Erntefortschritt weiter vorantreiben könnten. Für den morgigen Bericht des US-Agrarministeriums gehen die Analysten davon aus, dass die Erträge, die Anbaufläche und damit auch die Produktion im Vergleich zum letzten Bericht nach unten korrigiert werden. Demnach rechnet man mit einer US-Erntemenge von 346,53 Mio. t, was einem Minus von ca. 20 Mio. t zum Vorjahr entspräche. Sollten sich diese Zahlen bestätigen, könnte sich die Stimmung wieder aufhellen.

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