Das beweka-Rohstofflexikon

Kartoffelschlempe

Außer der in Zucker bzw. Alkohol umgewandelten Stärke gehen beim Brennereiprozess keine Nährstoffe verloren. Die Schlempen sind somit weitgehend frei von Stärke bzw. deren Abbauprodukten. Damit findet eine relative Anreicherung der übrigen Nährstoffe statt.

Durch die Vermehrung der Hefezellen während des Gärprozesses kommt es darüber hinaus zur Neubildung von Protein und Vitaminen des B-Komplexes. Schlempen sind deshalb ausgesprochen eiweißreiche Futtermittel. Durch die Umwandlung der N-haltigen Verbindungen der Maische in Hefeeiweiß ergibt sich gleichzeitig eine Verbesserung der Biologischen Wertigkeit. Frische Schlempen haben eine extrem niedrige Nährstoffkonzentration.

Inhaltsstoffe Trockenmasse Frischmasse
Trockenmasse, g/kg 1000 67
ME Rind, MJ/kg 11,98 0,72
NEL, MJ/kg 7,50 0,45
ME Schwein, MJ/kg 11,92 0,72
ME Geflügel, MJ/kg 5,75 0,34
DE Pferd (verdaul. Energie), MJ/kg 10,49 0,63
Rohasche, g/kg 133 8
Rohfaser, g/kg 72 4
Rohfett, g/kg 17 1
Rohprotein, g/kg 307 18
Nutzbares Protein (nXP), g/kg 213 13
Ruminale N-Bilanz (RNB), g/kg 14,99 0,90
Lysin, g/kg 15,96 0,96
Methionin, g/kg 3,84 0,23
Cystin, g/kg 4,30 0,26
Methionin+Cystin, g/kg 8,14 0,49
Threonin, g/kg 14,12 0,85
Tryptophan, g/kg 1,54 0,09
Stärke, g/kg 16 1
Zucker, g/kg 11 1
Pansenstabile Stärke, g/kg 4,0 0,2
Kalzium (Ca), g/kg 2,8 0,2
Phosphor (P), g/kg 7,3 0,4
Nicht-Phytin-Phosphor, g/kg 5,5 0,3
Verdaul. Phosphor(Phytase), g/kg 4,7 0,3
Magnesium (Mg), g/kg 0,5 0
Natrium (Na), g/kg 0,6 0
Kalium (K), g/kg 55,0 3,3
Jod (J), mg/kg 0,4 0
Selen (Se), mg/kg 0,10 0,01

Quellen:

DLG
DLG-Tabelle, Auflage 7/ 1997
LfL
Gruber Tabelle zur Fütterung der Milchkühe, Zuchtrinder, Schafe, Ziegen und die LfL-Information Futterberechnung für Schweine.