Knappes Futter nach Dürre

15.01.2019

Nach dem Dürresommer 2018 und der schlechten Ernte ist die Situation zahlreicher Rinderhalter in Niedersachsen weiter angespannt. Einige Milchviehbetriebe hätten Mühe, mit ihren Futtervorräten bis zur nächsten Grasernte beziehungsweise bis zum nächsten Silieren hinzukommen, meldet die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen. Deshalb würden die Landwirte die Futterrationen zum Beispiel mit Stroh strecken.

Ende Februar oder Anfang März würden manche Betriebe vermutlich feststellen, dass die Maissilage aus dem vergangenen Jahr nicht so ergiebig sei, wie die reine Masse vermuten lasse. Daher komme es in der kommenden Zeit weiter darauf an, die Futterrationen möglichst exakt zu planen sowie das Grünland etwa durch Nachsäen und durch weitere Pflegemaßnahmen optimal auf den ersten Schnitt vorzubereiten.

Insgesamt werden die Auswirkungen der Dürre des vergangenen Jahres noch sehr lange beim Futterangebot zu spüren sein. Zahlreiche Betriebe füttern derzeit Maissilage, die sie aus Überschussgebieten gekauft haben. Grassilage werde bislang wenig gehandelt. Manche Rinderhalter hofften offenbar, von Nachbarn im Frühjahr überschüssige Reserven kaufen zu können.

Im vergangenen Sommer hatte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zusammen mit anderen landwirtschaftlichen Organisationen eine Grundfutterbörse ins Leben gerufen. Dort sollten Betriebe auf Futtersuche und Betriebe, die mehr Grundfutter produzieren als sie selbst verbrauchen, schnell miteinander ins Geschäft kommen.

Quelle: „Nach Dürre bleibt das Futter knapp“  https://www.topagrar.com/

 

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